Kooperation mit der DOV

Als »konsequente Bündelung der Kräfte gegen Tarifflucht und Kulturabbau« werten der Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Gerald Mertens, und Frank Werneke vom Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den seit 2001 bestehenden Kooperationsvertrag zwischen beiden Interessenvertretungen. Es sei kein Zufall, dass die Beschäftigten in der Kultur zusammenrückten. Schließlich gäbe es bereits seit Anfang der 1990er Jahre unablässig Angriffe auf die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen. Der massive Personalabbau im Bereich der öffentlichen Theater- und Orchester seit der Wiedervereinigung hat inzwischen über 7.000 Arbeitsplätze gekostet.

Die Kooperation sieht eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung in übergeordneten kulturpolitischen Fragen, den Austausch von Informationen über das Tarifgeschehen im kulturellen Bereich sowie des öffentlichen Dienstes vor. Mit beratender Stimme ist die DOV mit einem Vertreter im Gewerkschaftsrat der ver.di vertreten. Die DOV verhandelt ihre Tarifverträge unverändert selbstständig. International arbeiten ver.di und DOV in der International Federation of Musicians (FIM) zusammen.

Beide Organisationen haben sich verpflichtet, ihre jeweils dominanten Organisationsbereiche gegenseitig zu respektieren. Für die DOV sind das die Mitglieder der Klangkörper öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten oder vergleichbarer Träger, der Kultur-, Kammer-, Konzert- und Opernorchester oder gleichgestellte Ensembles. Für die ver.di die kommerziellen Musical- und Operettenorchester und Kurkapellen sowie die Musikschullehrer, Komponisten und Soloinstrumentalisten.

Die DOV vertritt die Interessen von insgesamt 13.000 Mitglieder und ver.di im Bereich der Theater, Musicals und Musik etwa 17.000 Mitglieder.

ver.di Kampagnen