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Erneut kein Angebot der Arbeitgeberseite!

Erneut kein Angebot der Arbeitgeberseite!

Am 12. und 13. März 2018 fand in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes statt. Wie auch schon in der ersten Verhandlungsrunde legte die Arbeitgeberseite erneut kein Angebot vor. Jetzt müssen die ver.di Mitglieder die Situation bewerten und den Arbeitgebern auf der Straße zeigen was sie davon halten!

Dieses Vorgehen der Arbeitgeber kann man nur als Frechheit bezeichnen! Trotzdem ihnen die ver.di-Forderungen schon seit Wochen vorliegen, haben sie es auch in der zweiten Verhandlungsrunde noch nicht geschafft ein Angebot vorzulegen.

Zu den wesentlichen Punkten der ver.di-Forderungen hörte man in den Verhandlungen auch eher wenig.

Entgeltsteigerung
Unsere Forderung nach einer Entgeltsteigerung in Höhe von 6 Prozent wäre viel zu hoch und völlig unfinanzierbar. Auch wenn derzeit die Lage bei den Steuereinnahmen gut sei, gelte dies doch für eine Vielzahl der Kommunen so nicht.

Mindestbetrag
Der Mindestbetrag von 200 Euro ist für die Arbeitgeber überhaupt nicht denkbar. Zum einen aus grundsätzlichen Erwägungen, zum anderen, weil ein solcher Mindestbetrag strukturell in die falsche Richtung ginge. Personalgewinnungsprobleme habe man in den Entgeltgruppe ab der EG 9 aufwärts und nicht in den unteren Entgeltgruppen. Das ist ein Affront für den Großteil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die sich ja nicht Entgeltgruppen ab der EG 9 aufwärts befinden. Für die ist der Mindestbetrag kein Personalgewinnungsinstrument, sondern eine dringend benötigte soziale Komponente!

Nebenkriegsschauplätze
Statt bei diesen Themen in konstruktive Gespräche zu gehen, verlagern die Arbeitgeber ihre Energie lieber auf Nebenkriegsschauplätze. Wie etwa die Forderung bei den Sparkassen die Entgeltsteigerungen durch entsprechende Kürzungen der Sparkassensonderzahlung zu kompensieren. Und dies obwohl erst vor kurzem in der Bilanzpressekonferenz des Sparkassen- und Giroverbandes über ein Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für das Jahr 2017 berichtet wurde. Unseriöser geht es kaum noch!

Jetzt ist Jede und Jeder gefragt!
Am Ende der zweiten Verhandlungsrunde ist keinerlei Einigung in Sicht. Jetzt müssen die Beschäftigten zeigen, was sie von diesem Vorgehen der Arbeitgeber halten. Eine breite Beteiligung der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter an den nun folgenden Warnstreiks ist dringend nötig und wohl das beste Signal für die dritte Verhandlungsrunde!

Nur zur Erinnerung, wir fordern:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 6 Prozent, mindestens 200 Euro
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Unbefristete Übernahme der Auszubildenden
  • Tarifierung der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikantenverhältnisse

Deshalb:
Jetzt ver.di-Mitglied werden und in den kommenden Warnstreiks die Durchsetzung unserer Forderungen unterstützen!

Gemeinsam sind wir stark!
mitgliedwerden.verdi.de

Der nächste Verhandlungstermin:

  • 15./16. April 2018
    Dritte Verhandlungsrunde (Potsdam)

Tarifrunde 2018 | TVöD

Materialien
Das Flugblatt vom 13. März 2018
kann als pdf-Datei hier geladen werden.