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Forderungen an öffentlichen Dienst Bund und Kommunen

Forderungen an öffentlichen Dienst Bund und Kommunen

ver.di-Tarifkommission für den öffentlichen Dienst fordert
sechs Prozent, mindestens 200 Euro mehr und 100 Euro mehr für Auszubildende

Berlin, 8. Februar 2018: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft heute (8.2.) in Berlin beschlossen.

»Die Wirtschaft brummt. Die Staatseinnahmen sprudeln. Seit Jahren haben wir es mit anhaltenden Steuermehreinnahmen zu tun. Daran sollten auch die Beschäftigten im öffentlichen Dienst teilhaben, umso mehr, als es einen Rückstand auf die Tariflohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft aufzuholen gilt«, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Der öffentliche Dienst liege bei der Tarifentwicklung gegenüber dem Durchschnitt der anderen Branchen um rund vier Prozentpunkte zurück. »Diese Lücke gilt es zu verringern«, so Bsirske. Dies sei auch notwendig, um den öffentlichen Dienst für dringend notwendiges Fachpersonal attraktiv zu machen.

Jahr für Jahr nehmen Bund, Länder und Gemeinden mehr an Steuern ein. 2017 wurde ein Rekordüberschuss von über 38 Milliarden Euro erzielt, der weiter kräftig steigen wird: Wirtschaftsforschungsinstitute sagen
45 Milliarden Euro für 2018 und sogar 54 Milliarden Euro für 2019 vorher.

Den Bund forderte die Gewerkschaft auf, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die
344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie
182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

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zur ver.di-Pressemeldungvom 8. Februar 2018

Verhandlungstermine

Termine
der bereits vereinbarten Verhandlungsrunden:

      26. Februar 2018 in Potsdam
      12./13. März 2018 in Potsdam
      15./16. April 2018 in Potsdam