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Rettet das Staatsballett Berlin!

Rettet das Staatsballett Berlin!

Petition der Tänzer des Staatsballett | ver.di Fachgruppe Theater+Bühnen change.org Rettet des Staatsballett  – online-Petition

Am Berliner Staatsballett ist Unruhe ausgebrochen. Der Grund: Die Nominierung von Sasha Waltz als neue Ko-Intendantin. Waltz und ihr Ko-Chef Johannes Öhman seien fehlnominiert für die Führung eines klassischen Balletts.

Die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts schlagen vor, umgehend eine Findungskommission einzusetzen, um für die Nachfolge von Nacho Duato nach der Spielzeit 2018/19 einen Generalintendanten für das Staatsballett Berlin zu finden. Ihr sollten neben Vertretern aus Politik und Verwaltung, auch Ballett- und Tanzexperten, aber insbesondere auch Vertreter des Ensembles angehören.

  • Der Text der Petition

    Rettet das Staatsballett Berlin!

    Das Staatsballett Berlin ist derzeit Deutschlands größte und Berlins einzige klassisch geschulte Ballettcompagnie. Zusammen mit ihren Vorgänger-Institutionen steht es in einer über 100-jährigen Tradition. Daher lehnen wir, die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin, die Ernennung von Sasha Waltz und Johannes Öhman zu Co-Intendanten des Staatsballetts ab der Spielzeit 2019/20 ab.

    Die Ernennung ist leider zu vergleichen mit der Ernennung eines Tennis-Trainers zu einem Fußball-Trainer oder eines Kunstmuseumsdirektors zu einem Chefdirigenten. Die Entscheidung von Michael Müller und Tim Renner zeigt die völlige Unkenntnis beider über die Traditionen und Entwicklungslinien von Tanz und insbesondere Ballett.

    Besonders erwähnt werden muss, dass eine solche Ernennung drei Jahre im Voraus in der Ballettwelt nicht nur beispielslos ist, sondern auch die Compagnie tief verstört und beleidigt. Dass diese Ankündigung inmitten des Wahlkampfs erfolgt, lässt uns zu dem Schluss kommen, dass sie weniger künstlerisch als vielmehr politisch motiviert ist, was abermals von einem tiefgreifenden Mangel an Respekt für unsere Compagnie, unsere Tradition, unsere Kunstform und unser Publikum zeugt.

    Wir lehnen die Idee einer künstlerischen Doppelspitze rigoros ab. Es sollte ein einziger Kandidat mit einer klaren künstlerischen Vision und mit den erforderlichen Erfahrungen gefunden werden, um die Compagnie richtungsführend zu konsolidieren. Wir fordern daher einen Generalintendanten anstelle der derzeitigen Dreier-Konstellation.

    Wir respektieren die Arbeit von Sacha Waltz, sehen sie aber als völlig ungeeignet an, unsere Compagnie zu führen. Sasha Waltz ist eine Tanztheater-Choreographin. Diese Form des Bühnentanzes benötigt andere tänzerische Qualitäten als die, die ein klassisch-ausgebildeter Balletttänzer entwickelt hat und denen er sich verschrieben hat. Allein die Ernennung von Sasha Waltz zur Co-Intendantin des Staatsballetts würde den Ruf des Staatsballetts als eine weltweite anerkannte klassische Ballettcompanie beschädigen und zwar nicht nur aus Sicht der Öffentlichkeit, sondern ebenso und insbesondere aus der Perspektive klassisch-geschulter Balletttänzer und Choreographen.

    In Anbetracht dieser Tatsachen fordern wir den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator, Michael Müller, und seinen Staatssekretär Tim Renner auf, die Entscheidung unverzüglich zurückzunehmen. Wir empfehlen dem Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin dringend, diese Entscheidung auf keinen Fall zu ratifizieren.

    Vielmehr ist umgehend eine Findungskommission einzusetzen, um für die Nachfolge von Nacho Duato nach der Spielzeit 2018/19 einen Generalintendanten für das Staatsballett Berlin zu finden.

    Wir schlagen mit Nachdruck vor, dass dieser Kommission neben Vertretern aus Politik und Verwaltung, auch Ballett- und Tanzexperten, aber insbesondere auch Vertreter unseres Ensembles angehören. Nach den gemachten Erfahrungen aus der Vergangenheit fordern wir eine aktive Beteiligung am Auswahlprozess eines neuen Intendanten.

    Wir, die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin, rufen die Politiker des Abgeordnetenhauses aller Fraktionen, unsere Ballett-Kollegen in der ganzen Welt und vor allem unser treues Publikum auf, uns in dieser Petition zu unterstützen!

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Die Petition

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