Nachrichten

Kulturpolitik nach der Wahl in Berlin

Kulturpolitik nach der Wahl in Berlin

ver.di erwartet transparente Einbeziehung der Beschäftigten

Der »Aufruf zur Gründung einer neuen Volksbühnenbewegung« und die Petition »Rettet das Staatsballett Berlin« sind die jüngsten Antworten auf eklatante personelle Fehlentscheidungen der Berliner Kulturpolitik in der vergangenen Legislaturperiode.

Die Initiatoren fürchten zu Recht, dass die geplanten Führungswechsel in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und bei der klassisch geschulten Ballettcompagnie nicht nur den Institutionen selbst, sondern der Berliner Kulturlandschaft insgesamt schweren Schaden zufügen könnten. ver.di erwartet, dass die langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen der Beschäftigten Berücksichtigung finden.

Die Tänzerinnen und Tänzer des Berliner Staatsballetts haben für ihre Petition, mit der sie die Doppelintendanz verhindern wollen, breite Unterstützung erfahren. 17 000 Menschen aus aller Welt – Ballettexperten, Berufskollegen, aber auch Fans und Liebhaber klassischer Balletttradition haben binnen weniger Tage das Papier mitgezeichnet.

»Die ver.di-Fachgruppe Theater und Bühnen unterstützt die Bemühungen der Künstler und Künstlerinnen um eine neue künstlerische Leitung, die dieser Compagnie die richtigen Zukunftsimpulse geben kann«, so die ver.di Fachgruppenvorsitzende Roswitha Weber. ver.di-Fachsekretärin Sabine Schöneburg leitet daraus einen Auftrag an die künftig kulturpolitisch Verantwortlichen im Berliner Senat ab: »Korrekturen sind nicht nur möglich, sondern dringend erforderlich!«

----------
zur Presseinformation der ver.di Berlin/Brandenburg vom 30. September 2016

Stadtwappen von Berlin
Foto/Grafik: Stadt Berlin