Nachrichten

Theater Trier: Mitarbeiter brauchen Perspektive!

Theater Trier: Mitarbeiter brauchen Perspektive!

Offener Brief der Gewerkschaften an den Oberbürgermeister von Trier
Mitarbeiter brauchen Perspektive und zukunftsfeste Lösungen

ver.di Fachgruppe Theater+Bühnen OffenerBrief  – an den Oberbürgermeister der Stadt Trier

ver.di hat gemeinsam mit den anderen am Theater Trier tätigen Gewerkschaften einen offenen Brief an Oberbürgermeister Wolfram Leibe geschickt. Darin rufen die Deutsche Orchestervereinigung (DOV), die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA), die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaf, Fachbereich Medien, Kunst und Industrie, Herrn Leibe auf, den unsicheren Zustand für die über 200 Theater-Mitarbeiter zu beenden und zukunftsfeste Lösungen umzusetzen.


Der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Leibe!

Mit großer Besorgnis und Entrüstung beobachten wir seit Langem die katastrophalen Entwicklungen am Theater Trier. Das immer größer werdende Haushaltsloch und die fortwährenden Querelen am Theater verunsichern die Beschäftigten in hohem Maße. Sie und das Theater brauchen eine gesicherte Zukunft.

Bereits im Jahr 2014 plädierten wir dafür, die Theaterleitung mit einer Doppelspitze zu besetzen. Eine mehrköpfige Leitungsstruktur fördert Transparenz bei Entscheidungen und Arbeitsabläufen und ist ein Kontrollkorrektiv. Eben dies schien dem Theater zu fehlen.

Für eine funktionierende Kulturpolitik ist es unumgänglich, dass die Belange der Beschäftigten berücksichtigt werden. Die mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Woche für Woche weitere Hiobsbotschaften lesen. Dies ist ein nicht haltbarer Zustand. Es muss nicht allein eine Aufklärung der Vorkommnisse stattfinden. Jetzt müssen auch endlich Perspektiven geschaffen werden.

Wir fordern Sie auf, zukunftsfeste Lösungen für das Theater und seine Beschäftigten zu entwickeln und diese schnellstmöglich umzusetzen!

----------
Der offene Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Trier kann als pdf-Datei hier geladen werden.

Resolution/Solidaritätserklärung

Berlin, 10. November 2016:
Wir, der Bundesfachgruppenvorstand und die Tarifkommission der Fachgruppe Theater und Bühnen in ver.di, erklären uns solidarisch mit den Beschäftigten des Theaters Trier.

Wir erwarten, dass die Zuständigen in der Politik ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten ernst nehmen.

Eine Kompensierung der Defizite auf Kosten der Beschäftigten ist nicht hinzunehmen!