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Keine Bewegung in der zweiten Verhandlungsrunde

Keine Bewegung in der zweiten Verhandlungsrunde

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Stage-Entertainment fand am 11. August 2021 statt. Erneut gab es in den Verhandlungen kein Ergebnis oder auch nur eine Annäherung. Die Vorstellungen waren und sind immer noch viel zu weit auseinander. Die Bereitschaft der Stage-Geschäftsführung, uns entgegenkommen zu wollen, war für die ver.di-Verhandlungskommission kaum erkennbar. Wir werden uns wohl auf sehr langwierige Tarifverhandlungen einstellen müssen. 

Arbeitgeber halten an ihren Vorstellungen fest 

Die Arbeitgeber haben ihre Vorstellungen zu einem neu abzuschließenden TArifvertrag im Wesentlichen nicht verbessert:

  • Laufzeit soll 3 Jahre betragen (1. Juli 2021 – 30. Juni 2024);
  • Beschäftigungssicherung nur im ersten Jahr der Laufzeit;
  • Entgelte: Nullrunde im ersten Jahr der Laufzeit, 300 Euro Corona-Prämie im zweiten Jahr der Laufzeit, lineare Steigerung der Entgelte um 1,5 Prozent im dritten Jahr der Laufzeit. Die Entgeltsteigerungen sollen aber nur wirksam werden, wenn am 1. März 2022 bzw. 1. Juli 2023 alle Theater ohne behördliche Kapazitätsbeschränkungen spielen können;
  • der Zustimmungsvorbehalt von ver.di bei Kündigungen im Rahmen von Theaterschließungen soll ab dem zweitem Jahr wegfallen;
  • Friedenspflicht: In den ersten beiden Jahren soll eine absolute Friedenspflicht herrschen, d.h. ver.di dürfte – egal aus welchem Grund – in diesem Zeitraum die Stage-Beschäftigten nicht zum Streik aufrufen.

»Es drängt sich hier die Vermutung auf, dass die Stage-Arbeitgeber die Pandemie dazu nutzen wollen ein schlechtes Tarifergebnis durchzusetzen. Alles was sie schon immer im Tarifvertrag gestört hat soll jetzt geschliffen werden. Das lassen wir nicht mit uns machen!«, so ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg.

ver.di hat maßvolle Forderungen gestellt 

Zentrale Elemente eines neu zu vereinbarenden Tarifvertrages soll aus ver.di-Sicht die Beschäftigungssicherung und der Ausgliederungsschutz sein. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll aufgrund der aktuell nicht voraussehbaren Situation nicht länger als 24 Monate dauern.

ver.di ist aber auch wichtig, die finanziellen Verluste durch die Kurzarbeit in die steigende Inflation auszugleichen. Dies soll durch eine »Corona-Sonderzahlung« in Höhe von 500 Euro netto noch in 2021 und in Höhe von 1.000 Euro netto in 2022 geschehen.

Jede und Jeder ist jetzt gefordert

Für sichere Jobs und faire Tarife! Werdet Mitglied und unterstützt die Bemühungen der ver.di-Konzerntarifkommission! 

Mitgliedschaft und weitere Informationen unter: http://mitgliedwerden.verdi.de oder https://darstellende-kunst.verdi.de/theater-buehnen/tarifpolitik-musical

Die Tarifverhandlungen werden am 23. August 2021 in Hamburg fortgesetzt.

Die Tarifinformation 5/2021 …

Fachgruppe Theater und Bühnen der ver.di
© ver.di

... vom 11. August 2021 kann als pdf-Datei (in Deutsch und in Englisch) hier geladen werden: