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Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen

Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di Nord DvK LBZ Nord  – Wappen Schleswig-Holstein | Hamburg | Mecklenburg-Vorpommern


ver.di Theaterkonferenz:
Immer mehr Theater-Beschäftigte machen sich für ihre Rechte stark

Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus städtischen und privaten Theatern, von Musical-Theatern sowie freischaffende Darstellerinnen/Darsteller in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trafen am heutigen Freitag, den 29.Juni 2018 bei der jährlichen Bühnenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Hamburg zusammen.

Zu den kürzlich abgeschlossenen Betriebsratswahlen zogen die Arbeitnehmervertreter eine positive Bilanz: Bestehende Gremien wurden häufig durch eine hohe Wahlbeteiligung gestärkt und eine Reihe neuer, jünger Beschäftigter wurden in die Interessenvertretungen gewählt. Zudem wurden in der letzten Amtszeit erstmals Betriebsräte in der Elbphilharmonie-Laeiszhalle oder im Ohnsorg Theater in Hamburg gegründet.

Begrüßt wurden der aktuelle Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst, der laut Konferenzteilnehmer spürbare Einkommenszuwächse für die städtischen Bühnen bringt. Die Steigerungen wurden auch für das künstlerische Personal übernommen. Auch der erstmalige Abschluss eines neuen Tarifvertrages in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel, mit deutlichen Anhebungen der Vergütungen und zahlreichen Verbesserungen für das nicht-künstlerische Personal, wurde von den Konferenzteilnehmern als wichtiges Signal für gute Arbeit und faire Löhne in der Branche gewertet.

Besonders hervorgehoben und begrüßt wurde der jüngste Theater-Gipfel mit Ministerpräsidentin Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung hat nach vielen Jahren untertariflicher Bezahlungen in den meisten Theatern den kommunalen Trägern landesweit ein neues Angebot unterbreitet. Die Theatergesellschaften bleiben eigenständig und das Land bietet an, die Anhebung auf volle Tarifrechte mit erheblichen Landesmitteln ab sofort zu einem größeren Teil mitzufinanzieren und künftig zu dynamisieren.

Die Konferenzteilnehmer forderten darüber hinaus, dass der für städtische Betriebe angekündigte Hamburger Mindestlohn von 12 Euro zügig auch für Beschäftigte an den städtischen Bühnen in neuen Tarifregelungen umgesetzt wird.

Die Versammlung verabschiedete zusätzlich eine Solidaritätsnote für die 600 STAGE-Beschäftigten, die in den vier Hamburger STAGE Musicals als Darsteller, im Orchester und in den Gewerken vor und hinter der Bühne arbeiten. Zur Zeit finden dort in dem gewerkschaftlich gut organisierten Unternehmen schwierige Tarifverhandlungen statt.

Zur Konferenz und der Entwicklung in der Branche sagt Agnes Schreieder von ver.di Hamburg:
»Wir erleben einen kräftigen Zuwachs an ver.di-Mitgliedern und Aktivitäten an den Bühnen in Hamburg und Norddeutschland. Die Beschäftigten organisieren sich zunehmend und treten noch aktiver als bislang für ihre Arbeitsbedingungen und Rechte ein. Gemeinsam mit den Konferenzteilnehmern wollen wir als starke Gewerkschaft auch in Zukunft für die Belange der Theater- Beschäftigten eintreten.«

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zur Pressemeldung der ver.di Nord vom 29. Juni 2018