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Hessische Staatstheater

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Tarifvertrag zu Kurzarbeit abgeschlossen:
ver.di konnte Aufstockung auf 100 Prozent erreichen

Frankfurt/M., 2. Dezember 2020: ver.di Hessen hat mit dem Land Hessen einen Tarifvertrag zur möglichen Einführung von Kurzarbeit in den drei hessischen Staatstheatern in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel abgeschlossen. Er ist seit gestern (1. Dezember 2020) in Kraft.
Die Tarifeinigung beinhaltet eine zentrale ver.di-Forderung: im Falle von Kurzarbeit die Aufstockung des Nettoentgelts auf 100 Prozent. »Das ist ein echter Erfolg für die Beschäftigten an den drei Staatstheatern«, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Koehnen vom hessischen Landesfachbereich Medien, Kunst und Industrie, »wenn sie kurzarbeiten sollten, entsteht ihnen kein Nachteil«.

Das Land Hessen war vor einiger Zeit auf ver.di zugekommen und hatte zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. Daraufhin entschied sich ver.di, in Verhandlungen einzutreten. »Ziel war es«, so Karin Lucas, stellvertretende Personalratsvorsitzende im Staatstheater Wiesbaden und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, »für den Fall der Einführung von Kurzarbeit zum einen Nachteile für betroffene Beschäftigte zu verhindern und zum andern die Mitbestimmungs- (z.B. Dienstplangestaltung) und Informationsrechte der Personalvertretungen in den drei Staatstheatern zu sichern.« Beides sei von ver.di dann auch durchgesetzt worden.

Weitere Inhalte der Tarifeinigung sind: Berücksichtigung aller Zulagen bei der Berechnung des Netto-Entgelts, Ankündigungsfrist für Kurzarbeit gegenüber Personalräten (ab 1 Januar 2021) und bei Ausweitung von Kurzarbeit von 7 Tagen gegenüber den Personalvertretungen, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen während der Laufzeit des Tarifvertrages. Der Tarifvertrag trat 1. Dezember 2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2021.

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zur Pressemeldung der ver.di Hessen vom 2. Dezember 2020.