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Euro FiA tagte in Hamburg

Euro FiA tagte in Hamburg

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di FIA FIA

Arbeit international

Vom 11. bis 13. Juni 2019 trafen sich mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter europäischer Künstlergewerkschaften an Theatern und Bühnen sowie im audiovisuellen Bereich in Hamburg zum Kongress der Euro FiA. Unter dem Dach der internationalen Schauspieler-Föderation sind demokratische Theatergewerkschaften u.a. aus der Schweiz, Norwegen und der Türkei solidarisch organisiert. Sie vertreten längst nicht nur die Interessen von Darstellern.

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di ver.di Vier Gastgeber begrüßten  – v.l.n.r.: Bernhard Störkmann (BFFS), Tobias Könemann (VdO), Markus Staut (ver.di) und Jörg Löwer (GdBA)

Gastgeber des Hamburger Treffens waren ver.di, der BFFS, der VdO und der GdBA. ver.di war mit Markus Staut als ehrenamtlicher Vertreter der Fachgruppe Theater dabei. Lars Stubbe, ver.di Hamburg, vertrat den audiovisuellen Bereich. Themen dieses Treffens waren u.a. die Tarifsituation an Privattheatern, die Auswirkungen der EU-Rechtsprechung zu befristeten Kettenverträgen in künstlerischen Gewerken, Aktivitäten zum Schutz vor sexueller Diskriminierung und Belästigung – die von ver.di mitinitiierte themis-Vertrauensstelle wurde vorgestellt –, aber auch die Beteiligung von Euro-FiA am Europäischen Sozialdialog und erfolgreiches Organizing in einzelnen Gewerkschaften.

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di ver.di Lars Stubbe  – trägt den ver.di-Erfahrungsbericht vor

Unter anderem wurden die ver.di-Aktivitäten zur Organisierung an Privattheatern, speziell der erfolgreiche Kampf um den Stage-Tarifvertrag, erläutert. Die anschließende Diskussion zeigte, dass Kolleginnen und Kollegen in derselben Holding in anderen Ländern teilweise zu schlechteren Bedingungen arbeiten. Der Austausch dazu soll bilateral fortgeführt werden.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern europäischer Verwertungsgesellschaften fand eine ganztägige Diskussion zu den Auswirkungen der neuen EU-Direktive zum Urheberrecht statt. Aus Sicht von Urheberinnen/Urhebern wird es jetzt darum gehen, die in der Direktive angelegten Leistungsschutzrechte in finanziell wirksame nationale Regelungen zu überführen. Inwieweit dort mit den Verwertungsgesellschaften zusammengearbeitet werden kann, muss sich erweisen.

ver.di konnte an verschiedenen Beispielen zeigen, dass das Prinzip der Einheitsgewerkschaft auch an Musicalhäusern und im audiovisuellen Bereich Organisationserfolge bringt. Es lohnt sich, die interessante und für die internationale Solidarität wichtige Arbeit der Föderation auch auf der Homepage der FiA im Auge zu behalten.

Lars Stubbe, Markus Staut

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