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Kein Fortschritt in der dritten Verhandlungsrunde

Kein Fortschritt in der dritten Verhandlungsrunde

Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Stage-Entertainment ziehen sich derzeit wie Gummi. Es gab auch in der dritten Verhandlungsrunde, die am 23. August 2021 stattfand, keine Bewegung. Nicht einmal kleine Schritte der Annäherung zeichneten sich ab. Die Erwartung der Tarifkommission, dass der Arbeitsgeber sein Angebot deutlich nachbessert, damit auf dieser Grundlage auch endlich tatsächliche Verhandlungen stattfinden können, erfüllte sich nicht. Ganz im Gegenteil, die Stage-Geschäftsführung erwartet, dass die ver.di-Tarifkommission von ihren moderaten Forderungen zurücktritt und auf das derzeit vorliegende Angebot der Arbeitgeber einschwenkt.

Die Stage-Arbeitgeber wollen:

  • eine Laufzeit von 3 Jahren (1. Juli 2021 – 30. Juni 2024);
  • eine Beschäftigungssicherung nur im ersten Jahr der Laufzeit;
  • sehr geringe Entgeltsteigerungen nur unter Vorbedingungen: Nullrunde im ersten Jahr der Laufzeit, 300 Euro Corona-Prämie im zweiten Jahr der Laufzeit, lineare Steigerung der Entgelte um 1,5 Prozent im dritten Jahr der Laufzeit. Die Entgeltsteigerungen sollen aber nur wirksam werden, wenn am 1. März 2022 bzw.
    1. Juli 2023 alle Theater ohne behördliche Kapazitätsbeschränkungen spielen können;
  • den Wegfall des Zustimmungsvorbehalts von ver.di bei Kündigungen im Rahmen von Theaterschließungen;
  • die absolute Friedenspflicht in den ersten beiden Jahren der Laufzeit, d.h. ver.di dürfte – egal aus welchem Grund – in diesem Zeitraum, die Stage-Beschäftigten nicht zum Streik aufrufen.

»In dieser schwierigen Situation der Pandemie darf die Beschäftigungssicherung nicht zur Disposition gestellt werden! Ein Angebot ohne ordentliche Beschäftigungssicherung kann keine Grundlage für Verhandlungen sein«, so ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg.

Die maßvollen ver.di-Forderungen:

  • Zentrale Elemente eines neu zu vereinbarenden Tarifvertrages soll aus ver.di-Sicht die Beschäftigungssicherung und der Ausgliederungsschutz sein.
  • Darüber hinaus sollen, durch eine »Corona-Sonderzahlung« in Höhe von 500 Euro netto noch in 2021und in Höhe von 1.000 Euro netto in 2022, die Verluste durch Kurzarbeit und höherer Inflation ausgeglichen werden.

Jede und Jeder ist jetzt gefordert

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Die Tarifverhandlungen
werden für eine längere Zeit unterbrochen und am 29. September 2021 fortgesetzt.

Die Tarifinformation 6/2021 …

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di
© ver.di

... vom 23. August 2021 kann als pdf-Datei hier geladen werden: