Nachrichten

Münchenzulage für ALLE – auch an Theatern!

Münchenzulage für ALLE – auch an Theatern!

Der Münchner Stadtrat beschloss am 18. Dezember 2019, die verbesserte Münchenzulage der städtischen Beschäftigten auch für die Angestellten der kommunalen (100prozentigen) Töchter, also z.B. auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Münchner Volkstheaters zu zahlen.

Auch die NV-Beschäftigten (Normalvertrag) z.B. an den Münchner Kammerspielen als städtischem Eigenbetrieb müssten 1:1 davon profitieren. Denn Oberbürgermeister Dieter Reiter betonte in seinen Redebeiträgen vor dem Stadtrat, dass es »keine Beschäftigten 2. Klasse« geben darf; ausdrücklich wies er als Beispiel auf »Bühnenarbeiter« hin.

Im Benehmen mit dem jeweiligen städtischen Betreuungsreferat der Tochtergesellschaften soll die Münchenzulage möglichst schnell eingeführt und rückwirkend ab 1. Januar 2020 gelten. Vorschläge, Zahlen und Beschäftigtengruppen sollen von den Aufsichtsräten der betreffenden städtischen Beteiligungsgesellschaften bis Ende Januar 2020 vorgelegt werden. Entscheidungen werden voraussichtlich im Februar/März 2020 fallen, so die Pläne der Stadt.

Entsprechendes soll für die weiteren Bestandteile der verbesserten Münchenzulage gelten, wie das (kostenlose) Jobticket.

Was für ein Erfolg!
Und sicher auch den Aktivitäten in den Theatern zu verdanken – wie Informations-Treffen, Forderungs-Rundmails, Betriebsversammlungen zum Thema, Briefe der Beschäftigten der Münchner Kammerspiele und des Münchner Volkstheaters an OB Reiter und den Stadtrat.

Damit sind Gerüchte um Verhandlungszwischenstände, an denen ver.di nicht beteiligt worden ist, und um eine abgespeckte, schlechtere Münchenzulage im Theaterbereich hoffentlich für immer vom Tisch!

Auf zweifache Nachfrage und Aufforderung, die verdoppelte Münchenzulage ALLEN zukommen zu lassen, hat Herr Beckmann, der geschäftsführende Direktor der Münchner Kammerspiele, ver.di geantwortet: Auch er warte auf die Antwort von OB Reiter auf den Brief der Beschäftigten der Kammerspiele, den ver.di mitunterzeichnet hätte.
Diese Antwort hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Herzlichen Glückwunsch Euch/Ihnen und uns allen!
Und vielen Dank außerdem an diejenigen, die (vorläufig/unverbindlich) in ver.di als DER Münchenzulage-Gewerkschaft eingetreten sind. So konnte ver.di München bei den Verhandlungen für die städtischen TVöD-Beschäftigten durchsetzen, dass der Tarifvertrag zur Münchenzulage nicht befristet, sondern unbefristet gilt. Und ab 2024 sogar dynamisiert werden kann.

Auch wenn jetzt im Theater-/NV-Bereich gegebenenfalls Regelungen zur Münchenzulage zustande kommen, ohne dass ver.di offiziell beteiligt wird – so hat doch ver.di den Ball ins Rollen und die Forderungen und Aktivitäten mit auf den Weg gebracht: Von künftigen, weiteren Verbesserungen – wie der möglichen Dynamisierung der Münchenzulage ab 2024 – werden auch Theater- und NV-Beschäftigte wiederum profitieren, wenn ver.di am Ball bleibt.

ver.di München

Fachgruppe Theater+Bühnen der ver.di
Foto/Grafik: ver.di