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Keine Kulturwüste in Niedersachsen!

Keine Kulturwüste in Niedersachsen!

ver.di unterstützt Aktion #rettedeintheater 

Der ver.di-Landesfachgruppenvorstand Theater und Bühnen Niedersachsen/Bremen unterstützt die von Ensemble und Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern des Deutschen Theaters Göttingen ins Leben gerufene Aktion »#rettedeintheater – KEINE KULTURWÜSTE IN NIEDERSACHSEN.« 

»Wir unterstützen die kulturelle Vielfalt in der Fläche ausdrücklich und fordern die Landespolitik auf, den bisherigen Lippenbekenntnissen endlich Taten folgen zu lassen«, sagt der zuständige Landesfachbereichsleiter Lutz Kokemüller. 

Zwar plane das Land Niedersachsen im kommenden Jahr rund 235 Millionen Euro für Kunst und Kultur auszugeben, dies sei jedoch eigentlich nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Kokemüller: »Im Vergleich der Bundesländer werden damit in Niedersachsen im Durchschnitt jährlich 32,36 Euro pro Einwohner, in Sachsen dagegen 92,38 Euro ausgegeben.« Diese Tatsache bleibe nicht ohne Folgen für die Kulturschaffenden, die häufig mit ihren Einnahmen kaum über das Existenzminimum kämen.

»Die Förderung von Kunst und Kultur muss Verfassungs- bzw. Gesetzesrang bekommen, wie zum Beispiel bei Schulen und Universitäten. Damit wären sie nicht mehr nur freiwillige Aufgabe und nice to have, die der Beliebigkeit der jeweiligen Kassenlage unterliegen, sondern klarer Staatsauftrag«, fordert der Gewerkschafter.   

Kokemüller erinnert daran, dass in der Koalitionsvereinbarung festgelegt sei, die kommunalen Theater, die freien Theater, die Amateurtheater und die Theaterpädagogik stärker zu fördern. »Diesem schönen Lippenbekenntnis nach Unterstützung einer kulturellen Breite und Vielfalt müssen jetzt auch Taten folgen«, so der Landesfachbereichsleiter. Auch Kulturschaffende hätten einen Anspruch auf »Gute Arbeit«, sprich Arbeitseinkommen, die die Existenz dauerhaft sichern und nicht in Altersarmut führen. Wenn Politik glaubwürdig sein wolle, müsse die finanzielle Förderung deutlich erhöht werden. Kokemüller: »Dass das geht, machen uns andere Bundesländer vor, es hängt also am politischen Willen.«

Der ver.di-Landesfachgruppenvorstand setzt sich aus Vertretern der Betriebs- und Personalräte der Theater und Kultureinrichtungen in Niedersachsen und Bremen zusammen. 

zur Pressemeldung der ver.di Niedersachsen/Bremen vom 22. Oktober 2018. 

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